Liebe Gemeinde!
Wie ist es wohl den Jüngern nach Ostern ergangen? So viele Ereignisse, ein Wechselbad der Gefühle. Trauer und Verlust, Freude und Begegnungen mit dem Auferstandenen. Bis er an Christi Himmelfahrt zu seinem Vater geht mit einem Versprechen, einen Beistand zu senden. Wann wird dieser kommen? Wie wird er erfahrbar sein? Diese Erfahrungen führten dazu, dass sich die Jüngerinnen und Jünger Jesu ängstlich aus der „Welt“ zurückgezogen haben. Doch dann kommt die Wende durch den Heiligen Geist. Aus verunsicherten, ängstlichen Menschen werden mutige Zeuginnen und Zeugen. Sie gehen hinaus, um ihren Glauben an Jesus Christus allen Menschen zu verkünden. Ich finde, diese Ereignisse damals, haben sehr viel mit unserer heutigen Zeit gemein. Auch wir sind oft ängstlich und verzagt. Wir machen uns Sorgen um unsere Gemeinden, die Kirche, die Gesellschaft und wie es in Zukunft weitergehen kann/ wird. Doch der Geist Gottes ist bei uns und kommt immer wieder aufs Neue zu uns. Nicht so spektakulär, wie in der Bibel erzählt, mit lauten Brausen und Feuerzungen. Er wirkt leise, um uns zu stärken, uns zu verbinden und in Bewegung zu bringen. Der Aufbruch der Jüngerinnen und Jünger damals zeigt uns, dass wir vertrauen können. Wir dürfen, mutig die eigene Stimme erheben, selbst zu Zeuginnen und Zeugen der Frohen Botschaft Jesu werden. Wagen wir den ersten Schritt, probieren wir Neues aus, denn der Geist Gottes schenkt keinen fertigen Fahrplan.
Frohe Pfingsten und den Wind des Heiligen Geistes wünscht Ihnen Ihre Pastoralreferentin
Claudia Wonka










