Liebe Gemeinde!
“Ihr seid das Licht der Welt. Ihr seid das Salz der Erde.” Im heutigen Evangelium (Mt 5, 13-16) fordert Jesus seine Jünger nicht auf, erst Licht oder Salz zu werden. Er stellt es fest: „Ihr seid es.“ Jetzt. Das ist nicht nur Zuspruch, sondern Anspruch. Licht streitet nicht mit der Dunkelheit; es macht sichtbar. Salz drängt sich nicht auf; es bewahrt, was sonst verderben würde. Jesus spricht von einem Glauben, der die Welt nicht durch Lautstärke verändert, sondern durch Treue im Alltag. Viele Menschen heute sind nicht glaubenslos, sondern erschöpft. In einer scharfen und unruhigen Zeit ist die Versuchung groß, den Glauben zu dämpfen und privat zu halten. Doch das Evangelium kennt keinen Glauben ohne Wirkung. Bei einem Krankenhausbesuch saß ich bei einer Frau, die vor einem ungewissen Weg stand. Nach langer Stille nahm sie meine Hand und sagte: „Ich versuche zu vertrauen.“ Da war Sorge — und doch ein leiser Mut. Als ich ging, war der Raum ruhiger als zuvor. Wie Thomas von Aquin sagt: „Das Gute hat die Eigenschaft, sich mitzuteilen“ Ein Glaube, der aus Christus lebt, bleibt nicht unsichtbar. Christus hat sein Licht uns anvertraut, damit wir widersprechen, wenn Menschen herabgewürdigt werden. Christus hat uns zu Salz gemacht, damit wir aufhalten, was Sprache, Beziehungen und Verantwortung zersetzt. Nicht angepasst. Nicht verborgen. Sondern als Licht, das zeigt, und als Salz, das bewahrt, was Leben trägt. In diesem Sinne, bitte passen Sie gut auf sich auf und bleiben Sie gesund und gesegnet!
Mit Liebe und Gottessegen, Ihr/Euer Pater Tom.










